Was machen P, I und D?

So testet ein Ingenieur einen Regelkreis: den Sollwert sprunghaft verstellen und beobachten, wie die Temperatur folgt. Hier passiert das immer wieder, zwischen 50 und 60 °C. Verstellen Sie den Regler im laufenden Betrieb und sehen Sie, was mit der Linie passiert: Rechts sehen Sie den nächsten Sprung schon kommen.

Beispiele
  • Temperatur
  • Sollwert
Reagiert darauf, wie groß die Differenz zum Sollwert gerade ist.
sanfthart
Reagiert darauf, wie lange die Differenz schon besteht.
ausstark
Reagiert darauf, wie schnell sich die Temperatur ändert, und bremst.
ausstark

Was Sie sehen

Überschwingen
Auf Temperatur nach
Bleibende Abweichung

Der Prozess ist ein Prozess erster Ordnung mit Totzeit (K = 1 °C pro %, τ = 15 s, θ = 2 s, 55 °C bei 50 % Ventilstellung). Der Regler hat die ISA-Standardform, D-Anteil auf den Istwert und eine Zykluszeit von 0,5 s. Der Schieber für I reicht von Tn = 60 s (schwach) bis Tn = 2 s (stark). Optimal heißt hier: so schnell wie möglich auf dem Sollwert, mit höchstens 0,3 °C Überschwingen und einem ruhigen Ventil. Zu einem anderen Prozess gehören andere Einstellungen. Das Verhalten von P, I und D bleibt dasselbe.

P, I und D wirken in Ihrer Anlage genauso.

Dies ist ein simulierter Prozess. In der Praxis steht der Sollwert meist still, und der Regler fängt vor allem Störungen ab; ein Sprung wie hier zeigt, wie gut er das tut. In einem echten Regelkreis ermitteln wir Zeitkonstante, Totzeit und Verstärkung aus Ihren eigenen Trenddaten und berechnen daraus die Einstellungen. Möchten Sie wissen, ob Ihre Regelung besser sein kann? Machen Sie den Quickscan oder lesen Sie, wie ein PID-Regler genau funktioniert.